ACHTUNG: Ich distanziere mich grundsätzlich von den Inhalten aller auf meiner Page verlinkten Seiten !

Wenn nicht anders angegeben, unterliegen die gezeigten Bilder meinem Urheberrecht und dürfen nicht kopiert werden!

    Besucher seit 24.03.1999=

            © ARMPAS

 

Das Fahrwerk der Bandit... Verbesserungen möglich!

Federbein: (Gabel kommt weiter unten dran!)

 

Das Federbein bzw. das Fahrwerk der 1200er Bandit ist besser als dessen Ruf... dennoch kann man etwas verbessern - und zwar ohne auf ein recht teures Federbein aus dem Zubehörhandel zurückgreifen zu müssen!

 

Das links abgebildete Federbein einer Suzuki GSX-R 1100 W ab Baujahr 93 eignet sich dazu hervorragend! Es sollte aber auf alle Fälle nicht aus einer älteren stammen, da es ab 93 am Federbein drastische Verbesserungen gab. Zu erkennen ist ein älteres Federbein sehr leicht an der Federvorspannung per Hakenschlüssel in Rasten statt wie hier zu sehen stufenlos über ein Gewinde mit zwei großen Muttern.


Wichtig:

Niemals den Schlauch zum Ausgleichsbehälter lösen oder abschrauben... danach taugt das Teil nichts mehr, weil die

Befüllung flöten geht!!! Lasst Euch beim Kauf versichern, dass der Vorgänger den Schlauch nicht etwa "zur

leichteren Demontage des Federbeins *kopfschüttel*" kurz offen hatte... sonst könnt ihr nach einer Firma suchen, die

 das wieder befüllt und in die Tasche langen dürft ihr auch ganz unnötig ein zweites Mal :-(

 

Sollte einer eine Firma wissen, die sowas günstig macht, dann sagt mir mal bescheid... (anscheinend macht das z.B. Wilbers!)


 

Überarbeitung des Federbeins:

Um das Federbein in der Bandit unterzubringen muss am Federbein an zwei Stellen ein wenig gefeilt werden, da es sonst leichte "Feindberührung" mit der Umlenkhebelei gibt... ungefähr so sollte es nach der Überarbeitung aussehen (Bild links).

  

Die überarbeiteten Stellen (Schrägen) sind hier leicht zu erkennen... die linke der Beiden Überarbeitungspunkte muss an der rechten Seite nicht ganz so tief sein... wenn Ihr zu wenig abnehmt merkt ihr das schon beim Einbauen ;-) Achtet bitte auch darauf, dass der Ständer an der (in Fahrtrichtung rechten) Schraube des Federbeins nicht streift... ich musste ein wenig an der Schraube abflexen!

 

Für ein GSX-R Federbein müsst ihr übrigens etwa 100 bis 250 Euro auf den Tisch legen...


 

Weil die Frage immer und immer wieder kommt... noch eine Info zu den Federbeintypen der GSX-R Baureihe:

 

Immer mal wieder kommen Anfragen ala warum nicht das Federbein der 750er oder der älteren 1100er oder einer neueren, welches auch wieder mit Hakenschlüssel verstellt wird und nicht mit Muttern... usw.

 

Als erstes sei gesagt, dass ich mit ruhigem Gewissen nur empfehlen kann, was ich selbst versucht habe... und das ist halt das 1100er W Federbein, wie es ab Baujahr (nicht EZ - die kann ja irgendwann gewesen sein!) 93 bis zum Ende der 1100er W Baureihe (1998) verbaut wurde (meins ist ein 95er und nun schon seit Jahren und über 60000km bei mir im Einsatz!!!). Federbeine die als neuer verkauft werden und dennoch die alte Verstellung per Hakenschlüssel aufweisen sind irgendwie falsch deklariert - laut den Microfichen von Suzuki gibt es nur bis 92 das alte Modell mit Hakenschlüssel - danach dann nur noch das mit den 2 Muttern und ich gehe davon aus, dass deren Zeichnungen stimmen... also zu diesem Thema einfach ein PUNKT.

 

Das 750er Federbein der entsprechenden Baureihe sieht auf den Microfichen genau gleich aus wie der 1100er Pedant - hat aber eine andere Bestellnummer und ist auch rund 150 billiger (übrigens kostet so ein 1100er W Beinchen über 700 Euro neu!!!)... das würde die mal gehörte Unterscheidung mit weniger Einstellmöglichkeiten unterstützen (weniger Clicks).

 

Federbeine aus anderen Modellen GSX-F usw. sind sicher auch verwendbar und es gibt da sogar welche mit 2 Ausgleichsbehältern (1100 F)... aber auch hier kann ich mangels Eigenversuchen nichts genaues sagen... aber schlechter als das 1200er Kult-Beinchen in der schweren 1200er wird keines der hochwertigen Federbeinchen (normal übrigens von Showa produziert) nicht sein :-))

 

Hier die Microfiche zu den Federbeinen:

 

                                       

GSX-R 1100 Bj. 86-92                 GSX-R 1100W Bj. 93-98               GSX-R 750W 93-95                        GSX-F 1100 F hier 93er

 

Anmerkung:

Früher war ich mit einem von White-Power überarbeiteten Serienfederbein unterwegs plus Heckhöherlegung um etwa 3,5cm... (die Höherlegung macht ein GSX-R Federbein schon automatisch, deswegen sollten alte Heckhöherlegungen beim Umbau auf Gixxer-Beinchen eigentlich wieder raus). Das WP-Federbein war auch schon eine Verbesserung aber kein Vergleich zum GSX-R Federbein! Frage wäre, ob ein Wilbers etc. wirklich mehr kann...

 

Nachtrag zur neuen Bandit und den 600ern und anderen GSX-R Federbeinen:

 

Es gibt ein ähnliches Federbein (von???)  - dort ist die Zugstufe (wie bei der Bandit) per Stellrad statt Schraube einstellbar und der Ausgleichsbehälter hat kein Ventil... dieses soll ohne Feilen direkt passen und dürfte wegen fehlendem Ventil wohl auch keinen Druck verlieren... wenn doch kann man keinen nachfüllen *schluck*

 

Das mit dem Federbein funktioniert am neueren Modell (ab 2001 = Pop) nicht bzw. ergibt keine Höherlegung mehr, da deren Originalfederbein länger ist. Es wäre höchstens mit einer zusätzlichen Höherlegung wieder zu kompensieren! Aber andere Federbeine (Hayabusa) sollen sich dort recht gut verbauen lassen und auch gut arbeiten (schaut dazu einfach mal im www.banditforum.de nach!).

 

Noch was... die 600er Bandit wird gerne mit dem Federbein der 1200er etwas aufgerüstet - also das Altteil nicht einfach entsorgen! Auch hierzu ist im Banditforum einiges zu lesen...

 

Die 600er Federbeine wiederum sind bei den GS500E Treibern begehrt ;-)

 

Sonstiges zum Einbau des Federbeins:

Schon mit dem alten Federbein habe ich an der U-Aufnahme unten zwischen die Aufnahme des Federbeins und das Federbein selbst zwei O-Ringe gelegt, damit das Lager bzw. der Lagerbolzen wenigstens etwas Spritzwasserschutz erhält... muss nicht sein - aber ich finde es einfach besser... der Ausgleichsbehälter kann an verschiedenen Stellen angebracht werden... ich habe mich entschieden ihn rechts unter die Seitenverkleidung der Sitzbank (gleich neben dem Scottoiler) zu platzieren...

 

Einstellung des Federbeins und ein Wort zur Eintragung:

 

Als erste Abstimmung habe ich die ausgetüftelen Einstellungen eines Kumpels (Danke Eberhard) übernommen... als da wären:

  • Feder: Vorspannung wie im ersten Bild zu sehen einstellen (dürfte die Originaleinstellung sein...)

  • Zugstufe: (am Federbein) Schraube ganz eindrehen und wieder um 3 1/4 Umdrehungen öffnen.

  • Druckstufe: (am Ausgleichsbehälter) Schraube ganz eindrehen und um 3 Umdrehungen öffnen.

Als eigene Abstimmung (weil ich es etwas straffer mag) hat sich dies als perfekt erwiesen:

  • Feder: Vorspannung wie im ersten Bild zu sehen einstellen (dürfte die Originaleinstellung sein...)

  • Zugstufe: (am Federbein) Schraube ganz eindrehen und wieder um 3 Umdrehungen öffnen.

  • Druckstufe: (am Ausgleichsbehälter) Schraube ganz eindrehen und um 3 Umdrehungen öffnen.

 

Bei eigenen Abstimmversuchen nicht zu viel auf einmal drehen... denn da macht jede viertel Umdrehung ( = 1 "Klick") gleich unwahrscheinlich was aus!

 

Die Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist bei einigen, die diesen Umbau haben problemlos gegangen... also wer auf Nummer sicher gehen will und das Federbein auf alle Fälle eingetragen haben will sollte den Weg zum TÜV-Prüfer nicht scheuen müssen... meins ist natürlich auch eingetragen!

 

Wichtiger Nachtrag!

Am Ausgleichsbehälter befindet sich hinten ein schwarzer "Knubbel"... wenn man diesen abzieht kommt ein Autoventil zum Vorschein - hier kann man das Federbein, so es nach ein paar Jahren etwas Druck verloren hat, wieder auf seine ursprüngliche Leistungsfähigkeit bringen. Standardmäßig gehören da etwa 12 Bar Stickstoff rein (Werte zwischen 10 und 14 Bar werden als Standardwert genannt). Da Luft 78% Stickstoff enthält, tut´s das auch - entweicht halt ein klein wenig früher ;-)

 

Erfahrungen haben gezeigt, dass sich unter etwa 2 bar Druck so langsam merken lässt, dass "da hinten" etwas nicht mehr stimmt - das Rad pumpt, hoppelt und bricht u.U. auch mal aus - obwohl der Reifen noch lange nicht am Ende sein dürfte! Es lohnt sich spätestens jetzt mal zu schauen, was das Federbein noch an Druck hat...

 

Noch was... die Reifendruckprüfer an der Tanke reichen zum Auffüllen nicht aus - sind meist bei 3 bar am Ende... einfach zu einem Reifenhändler fahren und dort gegen einen kleinen Obolus mal richtig Druck machen lassen! Oft haben die sogar Stickstoff parat!

 

noch ein Nachtrag... selbst Druck machen!

Nachdem es mal wieder an der Zeit war den Druck des Federbeins bzw. des Ausgleichsbehälters zu kontrollieren, kam ich am verregneten Wochenende auf eine Idee... schon vor Jahren habe ich mir so einen Minikompressor gekauft, wie er zum Teil für Reifenpannen angeboten wird...

Es wird versprochen, dass diese Minidinger 18 bar Druck bringen sollen... da war ich eigentlich sehr skeptisch - bringt ein großer doch selten mehr als 10 bar! Allerdings haben die kleinen Dinger auch keinen Vorratsbehälter (Kessel) und das Volumen im Ausgleichsbehälter ist doch sehr gering - also einfach mal probiert! Geht super und ist nach weniger als einer Minute gefüllt! Also ev. so ein Teil bei ebay für rund 15 Euro kaufen und man hat den Druck selbst in der Hand!!!!

 

...und was kann man sonst noch verbessern?? Klar - die Federung vorne (Gabel)...

 

 

 

Anmerkung:

 

Die Gabel hatte ich bei meinen Banditen unterschiedlich abgestimmt... zuerst will ich die Abstimmung ohne geänderte Gabelfedern beschreiben:

Ölviskosität von 10er Originalöl auf 15er erhöht und gleichzeitig das Luftpolster um 4mm verringert (also Gabelöl kommt von oben gemessen nicht erst bei 99mm sondern bei 95mm. Dadurch steigt die Progression und die Gabel wird härter! Eine alternative zu den Zubehörfedern (die ja meist ebenfalls in diesen Punkten vom Original abweichend eingestellt werden müssen!). Die Gabel funktioniert so (gegenüber der etwas laschen Originalabstimmung) echt gut!

Ich will aber anmerken, dass ich eh lieber mit einer straffen Abstimmung unterwegs bin... Softis sollten beim Gabelöl lieber auf ein 13er setzen...

 

Zusätzlich habe ich, wie im linken Bild zu sehen, die Gabel um etwa 5mm abgesenkt, was noch etwas zur Handlichkeit beiträgt - aber ohne Heckhöherlegung wohl ständig schleifende Rasten zur Folge hätte...

 

Einstellung mit Zubehörfedern...

Bin ja eigentlich einer der sagt, dass ein Einbau von Zubehörgabelfedern unnötig ist, da man mit mehr Öl und anderer Viskosität ein gutes Ergebnis erzielen kann. Nachdem aber so viele auf die Zubehörfedern schwören, habe ich mir zu Testzwecken einen Satz von Wilbers gekauft. Nach dem Einbau (mit vorgeschriebenem Öl und angegebenem Luftpolster) und der ersten Probefahrt war ich auch gleich schön enttäuscht! Die Gabel spricht zwar sehr sensibel an - ist aber in meinem Einsatzgebiet (wellige Landstraßen) total überfordert :-(( Außerdem taucht die Gabel beim scharfen Anbremsen so weit ein, dass ein Durchschlagen nicht mehr weit ist! Okay... Öl raus und statt 10er ein 13er eingefüllt um die Dämpfung zu verbessern. Dann Gabelölstand erhöht (je 20ml) für mehr Progression. Die Probefahrt zeigte, dass es nun schon etwas besser klappt... dennoch kam mir die Bandit mit den Federn kopflastiger vor und ich kam recht oft auf die Rasten. Habe die Gabel dann nach einigen Versuchen nur noch 2,5mm durchgesteckt (also vorne wieder angehoben) und kann so damit leben... aber ich hätte mir Geld und Ärger sparen können - denn mit meinem eigenen "Umbau" war ich mindestens genauso gut bedient!!

Noch was... die Fahrwerksabstimmung ist immer auch etwas Geschmackssache... aber Grundbegriffe und eine gute Fahrwerkskunde findet Ihr auf den Seiten von Wilbers (die Nobelfederbeinhersteller *grins*) www.wilbers.de 

 

< Zurück zur Seitenübersicht >

Designed für Bildschirmauflösung von mindesten 800X600 Pixeln von Armin Pastula alias ARMPAS - Private Internetseite!